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Stolpersteine in der Friedrich-Engels-Straße

Schon „geSTOLPERt“ in der Friedrich-Engels-Straße?

… dann sind Ihnen am 09. November 2015 vielleicht die weißen Rosen direkt auf dem Bürgersteig vor der Hausnummer 52 aufgefallen. Wie jedes Jahr wird an diesem Tag auf diese Weise jüdischer Bürger Jenas gedacht, die den Verbrechen des Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Die ungewöhnliche Idee, vor ihren letzten frei gewählten Wohnorten Messing-Gedenktafeln in den Gehweg einzulassen, stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig. Sein Projekt wider das Vergessen ist mittlerweile so präsent, dass in Deutschland, aber auch anderen europäischen Ländern bereits über 53.000 kleine so genannte „Stolpersteine“ installiert sind. Über das Stadtgebiet Jenas verteilt kann der aufmerksame Fußgänger davon 40 entdecken; in unserem Kernbergviertel sogleich fünf, allesamt an einem einzigen Schauplatz in der Friedrich-Engels-Straße 52 (damals Wilhelm-Frick-Straße). So unscheinbar die kaum 10 x 10 cm großen Messingtäfelchen anmuten, sie geben der dort ehemals wohnhaften Familie Meyerstein und Gerda Abraham ihre Namen zurück und lassen sie und ihr Schicksal seit 2007 mahnend am öffentlichen Raum teilhaben. Dabei ist es dem günstigen und seltenen Umstand von zeitgenössischen Aufzeichnungen einer couragierten Familienfreundin zu verdanken, dass wir heute so detailliert über ihr Leiden informiert sind.

Stolpersteine

Stolpersteine

Literaturhinweise:

http://www.stolpersteine.eu/start/

http://wiki-de.genealogy.net/Jena/Stolpersteine

http://www.jena.de/fm/1727/Einladung Stolperstein-Aktion-9-11-2015.pdf

http://www.alemannia-judaica.de/jena_synagoge.htm

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